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Alkoholismus

Alkoholismus oder die Alkoholabhängigkeit ist in Deutschland eine weit verbreitete Krankheit mit langfristig häufig verheerenden Auswirkungen für die Betroffenen. Schwierig wirkt sich dabei aus, dass Alkohol in unser alltägliches Leben häufig eingeflochten ist und der Konsum als bedenkenlos angesehen wird und es in den meisten Fällen auch ist. Daher ist es sinnvoll, sich bereits dann Gedanken über das eigene Verhalten zu machen, wenn erste Hinweise dafür vorliegen, dass eine Veränderung in Richtung Sucht besteht.  

Infolgedessen kommt mancher Mensch angesichts seines persönlichen Alkoholkonsums ins Zweifeln. Trinke ich zuviel oder hält es sich noch im Rahmen? Bin ich im Bezug auf eine Abhängigkeit gefährdet und in welchen Situationen greife ich gerne zu einem Glas Wein, Bier oder Schnaps beziehungsweise auch zu beruhigenden Tabletten? Damit man eine kleine persönliche Selbsteinschätzung vornehmen kann, gibt es hier einige Fragen, die bei einer ehrlichen Beantwortung durchaus einen Anhaltspunkt geben können, inwieweit erste Anzeichen des Alkoholismus oder der Medikamentenabgängigkeit vorliegen.

Bei der Beantwortung sollte man möglichst ehrlich zu sich selbst sein und auch spontan, also ohne langes Nachdenken antworten. Bei mehr als sechs Ja-Anzeichen sollte man hellhörig werden. Da es sich nicht um einen diagnostischen Test handelt, sondern lediglich um eine kleine persönliche Einschätzung, empfiehlt es sich bei einem Verdacht auf eine mögliche Abhängigkeit einen Profi (Arzt oder Psychotherapeuten) aufzusuchen und nähere Details zu klären.

Am Anfang eine ganz wichtige Frage: Hand aufs Herz, wie viel Alkohol haben Sie in der letzten Woche getrunken? Was glauben Sie, welche Auswirkungen hätte diese Trinkmenge auf eine Person, die es nicht gewohnt ist Alkohol zu trinken? Ist diese Menge wohl noch gesund?

Erste Auffälligkeiten einer Gefährdung können beispielsweise ein morgendliches Zittern oder auch ein Würge- und Brechreiz sein. Auch ein verringerter Appetit und das Eintreten von Schlafstörungen und Alpträumen in der Verbindung mit alkoholischen Getränken zählen

zu den ersten Symptomen. Daneben sind starke Nervosität, aufkommende Schuldgefühle nach dem Konsum und ein wohlig entspanntes Gefühl, sobald man den ersten Schluck aus dem Wein- oder Bierglas genommen hat, Anzeichen dafür, dass etwas nicht stimmt.

Auch im Beruf lassen sich möglicherweise Hinweise auf einen ungesunden Alkoholkonsum feststellen. Hierzu zählen zum Beispiel Vorwürfe des Arbeitgebers oder der Kollegen, das Nachlassen der Tüchtigkeit mit einhergehenden Konzentrationsschwierigkeiten oder auch das dringende Bedürfnis, vor wichtigen Anlässen die Nerven mit Alkoholika zu beruhigen. Stellt man danach fest, dass man nicht nur ruhiger, sondern auch noch selbstsicher geworden ist, könnte es durchaus sein, dass sich bei einem wiederholten "Ruhigstellen" durch den Alkohol die beruhigende Macht der Gewohnheit eingeschlichen hat.

Besondere Alarmzeichen sind neue Gewohnheiten oder Erlebnisse mit Alkohol wie der Führerscheinverlust aufgrund von Trunkenheit am Steuer oder unangemessenes Verhalten unter Alkohol wie z.B. Aggressivität oder Verhalten, das später als peinlich wahrgenommen wird. Auch die Änderung der Trinkmuster und z. B. Trinken tagsüber oder gar am Morgen sollte zu denken geben.

Betrachtet man seinen persönlichen Alltag und dessen Abläufe, kann man relativ schnell registrieren, inwieweit der Alkohol eine führende Rolle im eigenen Leben übernimmt. Neben den oben genannten Anzeichen gibt es selbstverständlich noch zahlreiche weitere Indizien, wie etwa auftretende Schwierigkeiten finanzieller Art oder auch körperliche Problematiken. Sollte man in der Selbsteinschätzung unsicher sein, dann sollte man sich nicht scheuen, ein Gespräch oder einen entsprechenden Test an einer fachlich kompetenten Stelle durchzuführen, um dadurch zu einer persönlichen Klarheit zu kommen.

Weiterführende Informationen, auch zu den konkreten Behandlungsmöglichkeiten, finden sie unter Alkoholismus Neumünster.


   
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