Wenn man sich fühlt, als sei man in einen tiefes, schwarzes Loch gefallen, aus dem man nicht mehr herausfindet, als ob alles nur ein Jammertal sei und die bedrückende Stimmung vom Körper Besitz ergreift, dann sprechen Experten von einer Depression. Dabei meinen sie weder eine kurzzeitige Niedergeschlagenheit noch einen kleinen "Durchhänger", vielmehr geht es um ein intensives Leiden der Seele.
Die Depression gehört wie Diabetes, Arteriosklerose oder orthopädische Leiden zu den Volkskrankheiten der Deutschen. Nur ihre öffentliche Wahrnehmung hinkt hinter her. Wer davon betroffen ist, steht unter massiven Leidensdruck. Kaum ein naher Angehöriger oder Freund kann ermessen, wie ohnmächtig und leer man sich fühlt. Gute gemeinte Ratschläge verschlimmern oft die Situation. Bemerkt man Veränderungen im Sinne einer Depression, wird unbedingt zur professionellen Behandlung geraten. Denn die Chancen zum Erfolg stehen gut. Etwa 80% der Betroffenen können in unterschiedlichen Zeiträumen geheilt werden.
Folgende Aspekte dienen lediglich als grobe Orientierungshilfe zur Selbsteinschätzung. Finden Sie sich in einigen Punkten wieder, ist es möglicherweise sinnvoll, professionellen Rat zu suchen. Ihr Hausarzt, ein Psychiater oder ein Psychotherapeut helfen Ihnen gerne weiter.
- Depressionen entwickeln sich langsam oder folgen einem tiefen persönlichen Einschnitt. Blicken Sie hoffnungslos in die Zukunft, obwohl Ihr soziales Umfeld stimmt?
- Trotz freudiger Ereignisse sind Sie gedrückter Stimmung?
- Ihre Gedanken kreisen immer um eine Angelegenheit?
- Sie fühlen sich nur noch passiv, sind ohne Schwung oder innerlich getrieben?