Die meisten Menschen versuchen beim ersten Auftauchen psychischer Beschwerden ihre Probleme selbst in den Griff zu bekommen, sich also erst einmal selbst zu helfen. Natürlich gibt es sehr viele unterschiedliche Dinge, die helfen können z.B. den Auslöser eines quälenden Problems beseitigen oder anderes im eigenen Leben zum Positiven hin zu ändern.
Wer alleine nicht weiter kommt, wird sich vielleicht professionelle Hilfe suchen. Eine andere Möglichkeit ist es auch, sich mit Menschen in ähnlichen Problemlagen gemeinsam einen Weg aus dem eigenen Unglück zu suchen. Inzwischen ist mit dem Begriff Selbsthilfe häufig auch die gegenseitige Hilfe Betroffener gemeint.
Die bekannteste und vermutlich älteste Selbsthilfeorganisation sind sicherlich die Anonymen Alkoholiker, in der Alkoholabhängige sich gegenseitig auf dem Weg in die Abstinenz unterstützen bzw. deren Angehörige Rat und Hilfe erhalten und auch geben. Die Erfolgsgeschichte dieser Selbsthilfegruppen hat Schule gemacht und es gibt inzwischen nicht nur weitere Selbsthilfeorganisationen im Bereich Alkoholabstinenz wie das Blaue Kreuz, die Guttempler und die Freundeskreise, sondern auch Gruppen für Menschen mit vielen anderen psychischen oder auch körperlichen Krankheiten sowie Belastungen durch Lebensereignisse.
Natürlich bestehen Selbsthilfeorganisationen aus Laien und stoßen damit in manchen Fällen an Ihre Grenzen und ersetzen natürlich häufig auch nicht professionelle Unterstützung. Inzwischen greifen vielmehr professionelle und Selbsthilfeunterstützung ineinander, ergänzen sich und lösen einander ab.